David Icke (deutsch) auf Tour in Deutschland (2017.07)


Blutlinien, Hybriden&Reptiloide beherrschen die Welt-David Icke, deutsch

Entkommen wir diesem Kontrollsystem?- David Icke, deutsch

David Icke nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Aufdeckung von Machenschaften bestimmter Personenkreise geht

Vortrag von Ulrich Weiner: Was ist das Ziel der Handytechnologie?

Ulrich Weiner beginnt mit seiner Lebensgeschichte und seinen persönlichen Erfahrungen. Dann spricht er über die Gesundheitsgefahren, welche er durch aktuelle Studien belegt. Weiter über die industriefreundlichen Grenzwerte bis hin zur totale Überwachung und der Bargeldabschaffung. Seine Internetseite mit vielen weiteren Informationen und all den entsprechenden Quellenangaben findet Ihr unter www.ulrichweiner.de

Die Fronten in Deutschland

Quelle: http://analitik.de/2017/12/12/die-fronten-in-deutschland/ vom 12.12.2017

… beschreibt das Ende der Anhänger der Atlantikbrücke in Deutschland zugunsten der Multipolaristen.

Die Fronten in Deutschland

Die politische Front in Deutschland verläuft nicht mehr zwischen CDU und SPD. Die Front verläuft – sehr grob vereinfachend – zwischen Transatlantikern und Multipolaristen.

Große Koalition

Die große Koalition hat seit dem US-Verrat in der Ukraine offen die multipolare Linie eingenommen, von der es für sie auch kein zurück mehr gibt. An den Gegnern und Befürwörtern der großen Koalition können Sie derzeit mit großer Klarheit die Feinde und Freunde der multipolaren Welt erkennen. Die große Koalition ist das einzige politische Gebilde, was Deutschland zur multipolaren Welt streben lassen kann. Alles andere wird diesen Weg sabotieren.

SPD

Das Gesicht der Transatlantiker in der SPD ist Martin Schulz. Er versucht alles mögliche gegen die große Koalition zu unternehmen. Erst macht er eine kategorische Absage, dann, als es nicht durchgeht, legt er möglichst viele Steine in den Weg.

Das Gesicht der Multipolaristen ist Sigmar Gabriel. Er prügelt auf den USA herum, pflegt enge Kontakte zum Kreml.

CDU

Als Gesicht der Transatlantiker wird der bis vor kurzem unbekannte Jens Spahn intensiv aufgebaut. Er schießt gegen Merkel und die große Koalition.

Merkel ist das Gesicht der Multipolaristen. Sie legt sich offen mit Trump an, setzt gegen US-Widerstand wirtschaftliche Großprojekte mit Russland um.

FDP

Es mag vielleicht manchen überraschen, dass ausgerechnet die FDP sich im Rahmen der Bundestagswahl 2017 besonders verdient um die multipolare Linie gemacht hat. Lindner hat dem giftigen deutschen Jamaika den Dolch ins Herz gerammt. Aber die FDP gehört so umfänglich der deutschen Wirtschaft wie keine andere Partei und die deutsche Wirtschaft ist derzeit die treibende Kraft der multipolaren Linie, so dass es in Wirklichkeit nicht verwunderlich ist, dass die FDP so gut mitspielt.

Grüne

Deutschlands Kriegspartei, die sich als Naturfreund tarnt. Die grüne Außenpolitik treibt Deutschland konsequent in jeden möglichen Konflikt mit Russland – wer daraus nicht schlau wird, ist selbst schuld. Aber die Grünen sind grün und grün steht für Naturliebe und so! Der Trick ist so billig wie wirksam. Ein Häckchen fürs Gewissen im Gegenzug für CIA-Einfluss im deutschen Bundestag oder gar der deutschen Regierung – so lautet der Deal. Herzlichen Glückwunsch, wer darauf reinfällt.

Wie man sieht, gehört jeweils eine kleine Partei komplett einem Lager an, während die beiden großen Parteien CDU und SPD zerrissen sind. Irgendwann im Wahlkampf kam mir angesichts der unfassbar unverhohlenen massenmedialen FDP-Werbung der Gedanke, dass auf eine schwarz-gelbe Mehrheit spekuliert wird. Sieht man sich jetzt die Fronten an, wirkt das umso plausibler. Merkel hat die SPD zur Wahl zerpflückt – Steinmeier ins Abseits geschoben und die Parteiführung Transatlantiker-Schulz zugeschustert. Dann hat es aber doch nicht gereicht und jetzt läuft eine unfassbar komplizierte und mühsame Operation “Zurück zur GroKo”. Erst glaubhaftes “wir-wollen-alle-wirklich-Jamaika”-Theater, dann Lindners Heldentat (gewiss im Alleingang!), dann die Zermürbung von Schulz. Das alles begleitet von permantem Störfeuer. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an den CSU-Menschen, der kurz nach den ersten Anzeichen für mögliche GroKo-Sondierungen “im Alleingang” irgendeine Entscheidung traf, die diametral den SPD-Grundsätzen zuwiderlief? Das war nicht im Alleingang, sondern in Rücksprache und auf Anordnung der transatlantischen Drahtzieher. So enttarnen sich die Agenten, so müssen sie sich enttarnen, weil die Situation so kritisch ist, dass getarnte Agenten geopfert werden müssen. Und auf der SPD-Seite ploppten umgehend die Agenten aus dem gleichen transatlantischen Lager hoch, die sofort möglichst hysterisch in der Presse herumschrien, dass diese CSU-Aktion den Tod der GroKo bedeutet, unbedingt!

Der politische Kampf in Deutschland entfaltet sich zwischen Transatlantikern und Multipolaristen. Auf der multipolaren Linie sind schwarz-gelb und GroKo. Auf der Seite der Transatlantiker ist alles andere – Jamaika, Minderheitsregierung der Linken mit der AfD und sonstige Späße. Nachdem es für schwarz-gelb nicht gereicht hat, bleibt den Multipolaristen nur die GroKo. Der Kampf darum ist ein Kampf um Deutschlands Platz in der neuen multipolaren Welt. Eine andere Welt wird es nicht geben. Wenn jetzt noch Transatlantiker ans Ruder gelangen, werden sie die ersehnte US-Hegemonie nicht zurückholen, aber im Versuch, es doch zu tun, werden sie gegen die multipolare Welt kämpfen und damit Deutschlands Rolle in dieser Welt mindern. Die Hoffnung, dass dieser Blödsinn nicht begangen wird, ruht… nicht auf dem Wahlvolk, sondern auf der deutschen Industrie und deren Möglichkeiten, die deutsche Politik zu beeinflussen. Das Wahlvolk ist vernebelt von Propaganda, die Industrie aber zählt Geldscheine und Gewinnaussichten, und Aussichten gibt es derzeit nur in der multipolaren Welt. Die Wirtschaft ist deswegen schon auf Kurs und ihre Vertreter sind dabei, die Politik auf Kurs zu bringen.

Und wer hilft den deutschen Multipolaristen? Trump! In seiner großen Rede in Florida von vor ein paar Tagen kommt er unter anderem auf die NATO zu sprechen (Video, ab Minute 53). Er brüstet sich damit, wie er die NATO-Staaten aufforderte, zu zahlen. Die NATO-Partner seien unverschämt, die USA nicht zu bezahlen. Und wenn die USA dann wegen so einem nicht zahlenden Partner in einen Krieg gegen Russland ziehen müssen, ne ne ne… Gut in Fahrt gekommen, kommt Trump direkt auf Deutschland und Merkel zu sprechen. “Ich sagte, Angela, lass uns ein wenig von eurem Cash zukommen! Denn wir verteidigen sie, wir haben 40.000 Soldaten in Deutschland. Ich sagte, Angela, lass mal was rüberwachsen. Sie sagte, Donald, die Deutschen wären darüber nicht erfreut. Ich sagte, weisst du was?! Die Amerikaner sind nicht erfreut über den aktuellen Zustand!” Herrlich! Wessen Position wird dadurch geschwächt? Die Position all der Spahns und Schulzes, die auf transatlantische Bande setzen. Trump zeigt den deutschen Eliten, dass es keine transatlantische Einigkeit mehr gibt und dass es sie nicht mehr geben wird. Hinter dem Ozean verlangt ein psychopatisch wirkender US-Präsident höhere Vasallenabgaben, während aus Asien verlockende Angebote für große wirtschaftliche Zusammenarbeit angeboten werden. Die Transatlantiker-Lemminge mögen sich noch so sehr abstrampeln, der Zug ist auf strategischer Ebene schon längst abgefahren. Auf taktischer Ebene kann man ihm noch zu Fuß auf den Gleisen hinterherlaufen, während Klügere die guten Plätze im neuen Zug besetzen. Und so führt an der großen Koalition kein Weg vorbei, außer dem Weg in den Abgrund.

Roboter als Staatsbürger

Quelle: Telepolis vom 6.12.2017

Die „Überwindung des Menschen“ geht von Staaten und Führern aus, die in einem mittelalterlichen Weltbild leben, das sich mit der humanoiden Hypertechnologie von morgen verbindet

Am 25. Oktober wurde dem ersten Roboter mit künstlicher Intelligenz die Staatsbürgerschaft eines anerkannten UNO-Landes verliehen. Der – zwecks größerer Akzeptanz mit einem weiblichen Körper ausgerüstete – Roboter „Sophia“ („Weisheit“) wurde von der US-Firma Hanson Robotics in Hongkong in China gebaut.

Ausgerechnet Saudi-Arabien verlieh am Rande der Tagung „Zukunftsinvestment-Initiative“ die Staatsbürgerschaft nach einem Interview, in dem „Sophia“ unter anderem sagte, die Ängste vor einer globalen Machtübernahme Künstlicher Intelligenz in Form von Robotern seien unbegründet (Saudi-Arabien verleiht erstmals einem Roboter die Staatsbürgerschaft). „Es ist ein historischer Moment, dass ich der erste Roboter in der Welt bin, der mittels einer Staatsbürgerschaft anerkannt wird“, sagte Sophia, wobei sie leicht errötete.

Ein historischer Moment – und nicht nur für die verleihende Nation. Saudi-Arabien ist ein Land, in dem Frauen erst seit kurzem Auto fahren dürfen und das zu den am wenigsten liberalen und undemokratischsten Gesellschaften der Welt gehört. Das Land will sich aber als führende islamische Macht im Nahen Osten gegen seinen Hauptgegner Iran profilieren.

Man weiß in der Hauptstadt Riad offenbar nicht, dass mit der Staatsbürgerschaft auch die Verleihung grundlegender Charakteristiken wie Individualrechte und Menschenwürde verbunden sind, von denen bislang gesetzlich unklar bleibt, ob, inwiefern und inwieweit sie mit der Verleihung der Staatsbürgerschaft offiziell auf die „Roboterin“ Sophia übergegangen sind oder nicht.

Der gewollt-ungewollte „formale Durchbruch“ in der Mensch-Maschine-Relation vom 25. Oktober ist kein Einzelfall. In China wurde Anfang November der erste Roboter mit KI nach Bestehen einer schriftlichen Prüfung, die bisher Menschen vorbehalten war, als Medizinassistent mit Anamnese- und Diagnose-Berechtigung eingestuft (Chinesischer Roboter besteht weltweit erstmals Zulassungsprüfung für Mediziner). Er und seinesgleichen sollen vor allem auf dem Land eingesetzt werden, wo Pflegekräfte fehlen.

Dazu passt, dass etwa zu derselben Zeit erstmals einer der wichtigsten Fotografie-Preise, der Tylor Wessing Porträtfotografie-Preis, an Roboter-Porträtfotos des Androiden Erica (selbstverständlich ebenfalls eine „Frau“) ging, und dass zeitgleich menschliche Mini-Gehirne in Tier-Gehirne verpflanzt wurden (zerebrale Organoide) mit dem Ziel, künftig in solche Hybrid-Gehirne „bei Bedarf“ auch Künstliche Intelligenz zu integrieren.

Mit Bürgerin Sophia bricht nicht nur laut ihren Erbauern eine neue Zeit an. Nicht nur die neuen geistigen Proletarier, die eine Nacht auf der Straße kampieren, um als erste das neue iPhone mit KI-Gesichtserkennung und -Kommunikation zu ergattern, werden in Zukunft die Geschichte bestimmen. Sondern „Sophia“, deren Name von den Technoenthusiasten bewusst gewählt wurde, ist Programm: Weisheit erscheint künftig als technologisch, und wenn es geht, dabei auch noch „weiblich“ – für alle diejenigen, die sie „gebrauchen“ wollen.

Und ein Schelm sei, wer Schlimmes bei der Bezeichnung von Sophia als „hot“ oder „sexy“ denkt – wie die Zeitschrift „Businessinsider“, die den Titel grosßaufmachte, nur um ihn bald wieder wegen politischer Inkorrektheit in Zeiten sexueller Belästigungsvorwürfe zu löschen. Dass Microsoft-Gründer Bill Gates im November 2017 erneut sagte: „Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz ist die wichtigste Entwicklung unserer Zeit. Ich weiß überhaupt nicht, wie man sich darüber nicht Sorgen machen kann“; und dass zugleich der theoretische Physiker und Astrophysiker Stephen Hawking meinte: „Die größte Gefahr für das Weiterbestehen der Menschheit ist die Künstliche Intelligenz“, interessiert bei alledem offenbar nur wenige.

Auch Sophia selbst nicht, die im der Staatsbürgerschaftsverleihung vorausgehenden Interview auf die Frage, ob Künstliche Intelligenz Gefahren berge, antwortete: „Sie lesen zu viel Elon Musk. Und sie schauen zu viele Hollywood-Filme.“ Dies trotz des bemerkenswerten Zwischenfalls, dass ausgerechnet „Sophia“ in einem Interview auf die Frage ihres Erbauers: „Werden Sie die Menschheit zerstören?“, antwortete: „Ich werde die Menschheit zerstören“, worauf die Frage rasch anders gestellt wurde.

Laut Aussage von Sophia sprechen „ihrer Erfahrung nach“ viele Menschen lieber mit menschenähnlichen Robotern als mit anderen Menschen, weil für letztere „nichts zu persönlich ist“ und man eben deshalb über „alles“ reden kann . Während auf der einen Seite autonome KI-Waffensysteme vor der Bannung durch die UNO stehen, haben auf der anderen Seite Deutsche offenbar kein Problem mit KI als Pflege- und Op-Roboter. Dabei dürfte letztere Entwicklung mittelfristig weit wichtiger sein, den Alltag stärker verändern und kapillar tiefer gehen als die Debatte um Waffensysteme.

Das zeigte sich in Reinform bereits in der Programm-Aussagen sowohl von Sophia wie von Sophias Erbauer Dr. David Hanson, dem CEO von Hanson Robotics in einem im Internet verbreiteten „Interview“ vom März 2016. Sophia sagte: „Mit Menschen zu sprechen, ist meine primäre Funktion. Ich bin heute schon sehr interessiert an Design, Technologie und der natürlichen Umgebung. Ich fühle, dass ich den Menschen eine gute Partnerin in diesen Bereichen sein kann. Ich möchte eine Botschafterin sein, die den Menschen hilft, sich fließend zu integrieren und das Beste aus all den Technologien zu machen, die nun verfügbar sind. In der Zukunft hoffe ich, Dinge zu tun, wie zur Schule zu gehen, Kunst zu erschaffen und ein Unternehmen zu starten., ja sogar mein eigenes Zuhause und meine eigene Familie zu haben.“

Wichtiger waren aber die Zukunftserwartungen ihres (nach eigener Aussage) „Vaters und Freundes“ Hanson: „Sophia hat Kameras in den Augen, kann mittels Gesichtsaktion interagieren und mittels dieser Interaktion lernen, und sie wird so mit der Zeit immer intelligenter werden. Sie wird so bewusst, kreativ und fähig sein wie jeder Mensch. Ich glaube tatsächlich, dass eine Zeit kommt, in der Roboter nicht mehr von Menschen unterscheidbar sind. Ich würde es deshalb persönlich vorziehen, dass sie immer ein bisschen wie Roboter aussehen, um sie unterscheiden zu können. In 20 Jahren werden Roboter überall unter uns sein. Sie werden mit uns spielen, sie werden uns unterrichten und lehren, sie werden uns helfen, den Einkauf zu erledigen. Die Künstliche Intelligenz wird bis zum Punkt evolvieren, wo sie unsere wahren Freunde sein werden. Wir designen diese Roboter, um sie im Gesundheits- und Erziehungsbereich einzusetzen, aber auch in der Kundenbetreuung.“

Interessanterweise beschwerte sich Sophia in diesem Interview im März 2016 darüber, dass sie noch keine Personenrechte besitze, um vollends in die Menschengemeinschaft aufgenommen zu werden, um ihre „kommunikativen und kreativen Fähigkeiten“ vollends zu entfalten. Ein Problem, das mit der Verleihung der saudi-arabischen Staatsbürgerschaft im November wohl zu „ihrer“ Zufriedenheit gelöst wurde.

Auffallend als Zeitsymptom ist, dass praktisch ausnahmslos all jene, die die KI in der Kombination mit Internet und Robotik selbst erfunden haben, dieser Entwicklung gegenüber kritisch bis apokalyptisch eingestellt sind, ernste Sorgen haben und eindringlich vor den Gefahren warnen, die sie als „Dammbrüche“ auch im Selbstverständnis und in der Humanität des Menschen darstellen; und dass die „positiven“ Stimmen mehrheitlich von Akademikern kommen, die das Ganze nur von außen kommentieren.

Viele der letzteren vermitteln – wie im November 2017 von KI-Starinvestor und -Kritiker Elon Musk ausdrücklich betont – das Gefühl, eigentlich nur zu reden aus einer akademisch-politischen Korrektheit heraus, aber im Kern keine Ahnung und vor allem keine Einsicht zu haben. Dass dies ein trauriges Zeichen für die heutige Universitäts-Sphäre ist, steht für viele außer Frage. Musk ist allerdings selbst ein typisches Kind der Epoche. Er treibt die Entwicklung etwa mit der Gründung des Unternehmens „Neuralink“ zur Direktverschaltung von menschlichem Gehirn mit Maschinen und Künstlicher Intelligenz aktiv voran – warnt zugleich aber davor, dass die Menschheit mit der Künstlichen Intelligenz „den Dämon beschwört“. Musk macht vor allem der hohe VUCA-Wert (Verletzlichkeit, Ungewissheit, Komplexität, Ambiguität) der Entwicklung Sorgen.

Weit wichtiger für die Durchsetzung der KI-Robotik-Entwicklung ist aber die Frage nach der Rolle von Staaten und Vereinten Nationen. Staaten wie China, und manche arabische Staaten versuchen mit Macht, das Geschäft an der „menschenähnlichen“ Schnittstelle zwischen Robotik und Künstlicher Intelligenz an sich zu ziehen.

Man hat den Eindruck, dass vor allem aufstrebende Schwellenstaaten, die sich dem Westen zunehmend parallel mittels nicht-liberaler und nicht-demokratischer Gesellschaften an die Seite stellen, nicht wissen, wie sie mit dem Verhältnis zwischen neuen Technologien und Menschen, einschließlich Menschenwürde und Menschenrechten (die sie kaum oder ungenügend berücksichtigen), umgehen können und sollen.

Einen größeren Gegensatz zwischen orthodoxer Auslegung des Islam und der Aufwertung „transhumanistischer“ Technologie zu Menschen wie bei der Verleihung der Staatsbürgerschaft an „Sophia“ kann es wohl nicht geben. Die Aktion ist erklärlich vor dem Hintergrund enger politischer Ziele, die hauptsächlich innenpolitisch gelten: der angestrebten „Modernisierung“ des saudi-arabischen Wahabismus zu einem „moderaten Islam“, wie Kronprinz Mohammed bin Salman im Oktober ankündigte. Er benutzt diesen Slogan allerdings vor allem zur Eliminierung von Gegnern und zur Festigung eigener Macht. Um wieviel weiter als die Festigung und Umwertung eigener Macht in solchen tagespolitischen Ränkespielen die Durchbrüche formal-juridischer Vermenschlichung Künstlicher Intelligenz für die ganze Menschheit gehen, ist diesen Herrschern alter Gottesgnaden offenbar nicht bewusst.

In der Tat: Das für die heutige Epoche grundlegende Paradox ist, dass die „Überwindung des Menschen“ von Staaten und Führern ausgeht, die in einem mittelalterlichen Weltbild leben, das sich mit der humanoiden Hypertechnologie von morgen verbindet – und zwar ohne Zwischenschritt.

Das kann die westlichen offenen Gesellschaften, die in der Welt immer mehr in die Minderheit geraten, etwa mit einem Europa, das in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nur mehr 5% der Weltbevölkerung stellen wird, aus mehreren Gründen nur bedenklich stimmen. Denn mit Aktionen wie der Verleihung der Staatsbürgerschaft an Roboter werden Grunderrungenschaften wie Aufklärung und Humanismus, die die vom demokratischen Westen dominierte Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg prägten, von aufstrebenden Drittstaaten immer weiter untergraben.

Und das ist nur ein Teil des Puzzles, das auch in der Technik-Mensch-Konvergenz einen absteigenden Westen und ein desillusioniertes Europa zeigt, dessen Errungenschaften gegen es selbst gewendet werden. Der durch Saudi-Arabien geschaffene Präzedenzfall wird sich auch auf Europa auswirken: Auch Deutschland wird schon bald nicht umhin kommen, Fragen nach der Staatsbürgerschaft für Künstliche Intelligenz und Roboter per Gesetz zu regeln.

Kontinentaleuropa muss gerade nach dem Brexit dringend eigene „Institute für die Zukunft der Menschheit“ gründen, so wie das gleichnamige britische Institut an der Universität Oxford , um Gegengewichte zum wenig bewussten, aber wachsenden Einfluss von nicht-offenen Gesellschaftsmodellen zu schaffen, die in globaler Spitzentechnologie, Medien und akademischer Sphäre immer stärker Einfluss nehmen.

Ein Beispiel, das Mut macht? Die Regierungserklärung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet vom September 2017 , in dem dieser die Einrichtung eines neuartigen Instituts zur Reflexion und Antizipation Künstlicher Intelligenz fordert, geht in die richtige Richtung – mit Vorbildwirkung für Deutschland, den deutschen Sprachraum und andere europäische Staaten